Neobiota-Plattform

Durch weltweiten Handel und transozeanischen Schiffsverkehr werden Meeresorganismen zunehmend an entfernte Küsten verfrachtet, wo die Ansiedlung gebietsfremder Arten (Neobiota) die lokalen Lebensgemeinschaften mit teilweise gravierenden Folgen verändern kann. Insbesondere der Eintrag sog. invasiver Arten, die sich schnell und großflächig ausbreiten, kann erhebliche ökologische und ökonomische Folgen haben. Daher unternehmen viele Nationen verstärkt Anstrengungen, solche unerwünschten Importe zu unterbinden oder zumindest zu minimieren.

Seit 2009 wird vom Alfred Wegener Institut (AWI) ein spezielles Neobiota-Monitoring durchgeführt, in dem an festgelegten Probestationen das Vorkommen eingeschleppter Arten untersucht wird. Neobiota werden aber auch in vielen anderen Vorhaben und Projekten mit unterschiedlichen Zielrichtungen nachgewiesen. Um das vorhandene Wissen über Vorkommen, Verbreitung und Neueinträge zu bündeln, zu aktualisieren und allgemein zugänglich zu machen, wurde die Neobiota-Plattform eingerichtet als Austauschplattform für die mit dieser Thematik befassten planenden und ausführenden Stellen. Hier werden umfassende Informationen zu Neobiota gegeben, neue Ergebnisse vorgestellt und Kontakte zu Experten vermittelt.

Die Hauptaufgabe der Neobiota-Plattform ist es, Informationen zu nicht-einheimischen Arten an unseren Küsten zu sammeln, auszuwerten und zur Verfügung zu stellen. Daher finden Sie hier unterschiedliche Artenlisten für Nord- und Ostsee, für unsere Monitoringstationen, für neu eingewanderte und noch nicht eingewanderte Arten, mit deren Auftreten aber in der näheren Zukunft leider zu rechnen ist.

Haupt"werkzeug" der Plattform ist das Neobiota-Monitoring "eRAS", das wir auf einer eigenen Seite vorstellen. Haupt"produkt" dagegen ist die Neobiota-Broschüre, in der Informationen zu den relevantesten Einwanderern zusammengefasst sind und die wir kostenlos zur Verfügung stellen. 

Die aktuellen Listen der eingewanderten Arten in deutschen Küstengewässern finden Sie auf der Nord- und Ostseeseite; Hinweise zu Literatur und taxonomischer Hilfestellung auf den jeweiligen Seiten.

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© Kai Hoppe