Länderberichte

Hafenlisten Nordsee

 Hafenlisten Ostsee

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Artenlisten

In der Nordsee kommen nicht-einheimische Arten auf vielen verschiedenen Wegen an. Die Seehäfen, aber auch kleiner Häfen und Marinas sind die hot spots für durch Schifffahrt eingeführte Arten. Durch Aquakultur werden ebenfalls Arten eingeschleppt. Sowohl direkt genutzte Organismen wie z. B. die Pazifische Auster als auch deren "Mitbewohner" aus dem Tier und Pflanzenreich lassen sich nicht auf die Zuchtanstalten begrenzen.

 

Mit den Strömungen erreichen uns Arten, die in den Nachbarländer bereits früher angekommen sind. Auf hoher Seekönnen dabei die Bauwerke der offshore Windparks als Trittsteine besonders für Hartboden liebende Tiere und Pflanzen wirken. An der Küste angekommen können besonders invasive Arten dann Probleme für die einzigartige Landschatft des Wattenmeers bereiten.

 

alle nicht-einheimische Arten der dt. Nordsee
Neobiota Tabelle Nordsee, 310818.pdf
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Die Ostsee weist in Bezug auf nicht-einheimische Arten einige Besonderheiten auf. Es gibt sie erst seit ca. 14.000 Jahren, in der heutigen Form besteht sie sogar erst seit etwa 7.000 Jahren. Daher sind bis auf einige Reliktarten wie zum Beispiel die Ringelrobbe oder die Riesenassel alle Arten erst in den letzten Jahrhunderten eingewandert. Die dadurch besonders artenarme Ostsee ist besonders "anfällig" für eingeschleppte invasive Arten sowohl aus dem Meer als auch aus dem Süßwasser.

 

Der Salzgehaltsgradient mit abnehmenden Salinitäten von Westen nach Osten führt zu sehr unterschiedlichen Gemeinschaften in den verschiedenen Regionen. Über das Kattegat und die Belte kommen Meerestiere und -pflanzen in die Ostsee und dringen so weit nach Osten vor, wie sie mit dem niedrigen Salzgehalten zurechtkommen können. Da in höheren Wassertiefen der Salzgehalt höher ist, wird die Verteilung der Arten noch komplizierter. Man spricht von der sogenannten Brackwassersubmergenz.

 

Dagegen kommen von Norden und Osten her, vor allem über die Flusssysteme, Süßwasserarten in die Ostsee, wiederum so weit wie sie den zunehmenden Salzgehalt tolerieren. Da mit den Bodden und dem Oderhaff sehr "süße" Bereiche zum Geltungsbereich der Meeresstrategierahmenrichtlinie gehören, müssen wir hier wie in den Flussmündungsgebieten der Ost- und der Nordsee (!) unseren Blick stärker auf Süßwasserorganismen richten, als das Meeresbiologen sonst gewohnt sind.

alle nicht-einheimischen Arten der dt. Ostsee
Neobiota Tabelle Ostsee, 310818.pdf
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Die Veröffentlichung eines sehr umfangreichen Berichtes über "Non indegenous marine species in the Netherlands" (Gimaris Report 2017_13) wurde zum Anlass genommen, die dort gemeldeten Arten mit den bei uns bekannten zu vergleichen. Da häufig Arten mit den vorherrschenden Strömungen aus Westen in die deutsche Nordsee eingetragen werden, hofften wir Anhaltspunkte für potentielle Neueinwanderer zu finden. Bei der Erweiterung der Listen um die anderen Nachbar(küsten-)länder zeigte sich, dass die Schwerpunkte der verfügbaren Daten sehr unterschiedlich sind. Beispielsweise werden bisher Fische in Deutschland wenig beachtet und Plankton fast gar nicht. Daher wird hier absolut kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Die die Listung aus den Niederlanden mag  etwas "überenthusiastisch" wirken, während für Polen auf die bei AquaNIS gelisteten Arten zurückgegriffen werden musste, weil eine konkrete nationale Sammlung nicht zu finden war. An dieser Stelle soll auch keine Diskussion über die Qualität der jeweiligen Aufzählungen angestoßen werden. Vielmehr geht es darum, im direkten geografischen Vergleich Lücken in den eigenen Listen zu finden oder Arten zu identifizieren, die möglicherweise "vor der Tür stehen".

Vergleichstabelle DE und Nachbarländer
NIS_around_DE.pdf
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Neobiota in deutschen Küstengewässern - die wichtigsten bei uns vorkommenden eingeschleppten Arten zusammengefasst.

 

Man kann die Bröschüre als PDF beim Alfred Wegener Institut herunterladen, einfach auf das Bild klicken.

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© Kai Hoppe